Kompakt Stillstart

 

Stillstart und sanfter Übergang von Kolostrum zu Übergangsmilch



Unmittelbar nach der Geburt:


  1. ununterbrochener Körperkontakt - Abnabeln möglichst erst nach Geburt der Plazenta bzw. wie Untersuchungen etc. möglichst erst nach ein, zwei Stunden bzw. frühestens nach dem ersten Stillen

  2. Baby die Möglichkeit geben, zur Brust zu kriechen

  3. Baby die Möglichkeit geben, die Brust selbst zu erfassen (Geduld! - auch wenn es unbeholfen aussieht und dauert)

  4. keine Einmischung von außen, wenn nicht absolut notwendig

  5. Stillen nach Bedarf von Anfang an



Nach Startproblemen wie Medikamente bei der Geburt, Erschöpfung von Mutter und/oder Kind, Kaiserschnitt:


  1. viel Hautkontakt (Känguruhen)

  2. Ruhe und Geduld

  3. ggf. Erstkontakt nachholen ( -> Bonding-Bad)



„Korrektes“ Anlegen und Ansaugen:


  1. Bauch an Bauch - so muss das Kind nicht den Kopf zur Brust drehen, sondern kann direkt frontal „zuschnappen“ - Sie sind das Ziffernblatt, Ihr Baby der Uhrzeiger - unabhängig von Ihrer Position

  2. Baby erfasst nicht nur die Brustwarze, sondern auch einen guten Teil des Vorhofes

  3. die Lippen des Babys sind beide nach außen gestülpt



Genügend Milch bekommt ein Kind bei:


  1. 5-6 nassen Windeln am Tag (nass bedeutet einen Inhalt von etwa 45ml, entsprechend ca. 5 El Wasser) bzw.

  2. klarem, geruchsneutralen Urin

  3. 3-4 Darmentleerungen am Tag, wobei später, bei reifer Muttermilch zehn Mal am Tag bis alle zehn Tage ein Mal normal sein kann



Brustpflege:


  1. vor der Geburt sind keine Maßnahmen nötig; moderate Sonnenbäder tun gut

  2. nach Möglichkeit die ersten Tage oben ohne, danach auf gut sitzenden, elastischen BH achten

  3. Brüste gern mehrmals am Tag mit Öl massieren, bis die Übergangsmilch fließt

  4. nach dem Stillen Milch- und Speichelreste an der Brust trocknen lassen

  5. bei wunden Brustwarzen für ein feuchtes Heilklima sorgen und Reizungen durch Kleidung o.ä. vermeiden - nicht das Stillen einschränken!, dafür aber evtl. öfter die Stillpositionen wechseln; Sonnenlicht, evtl. Rotlicht oder Behandlung mit einem Softlaser



© Sonia Sampaolo     www.inGeborgenheit.de