Natürlich Stillen

 

intuitiv, instinktiv, einfach

Ab Geburt ist normalerweise das Kind aktiver Part in der Stillbeziehung: Es sucht die Brust, es erfasst sie eigenständig und arbeitet kräftig, um die Milch zum Fließen zu bringen. siehe: Brustkriechen - Breast Crawl

Über Stillhäufigkeit und Dauer reguliert es sowohl die Milchmenge als auch die Zusammensetzung der Milch. So ist und bleibt die Milch an seine Bedürfnisse angepasst.


Als Mutter ist man der eher passive, gewährende, allenfalls unterstützende Part. Es müsste also heißen: „Ich lasse mein Kind stillen“ statt „Ich stille mein Kind“.


Mutter und Kind bringen alles mit, was für eine Stillbeziehung nötig ist. Das Stillen muss man nicht lernen. Es ist keine Wissenschaft und kein komplizierter, problembehafteter Akt. Es ist aber sehr hilfreich, stillende Kinder zu erleben, deren Mütter umkompliziert und mit Leichtigkeit, selbstverständlich und nebenher ihre Kinder an der Brust haben. Das entspannt, beruhigt und reduziert das Nachdenken.


In der Stillvorbereitung stehen oft mögliche Stillprobleme und -hindernisse im Vordergrund, Anlegetechniken und Empfehlungen, nicht aber, wie es leicht und einfach geht - ganz natürlich und wie von selbst.


Einer Katze muss keiner sagen, was sie zu tun hat. Sie hält still und lässt ihre Babys saugen. Diese finden den Weg zur Milchquelle nach der Geburt alleine. Ebenso menschliche Babys, auch wenn diese etwas weniger mobil sind. Einer Frau müsste man auch nicht sagen, was sie zu tun hat, wenn sie die äußere wie innere Ruhe hätte, die für diese instinktive Lebenslage wichtig ist. Die Natur hat auch für die vorgesorgt, die keine Vorbilder haben.


Intuitiv nimmt jede Säugetiermutter (früher oder später, manchmal braucht es etwas Zeit) die Haltung ein, in der ihr Nachwuchs ihre Milch trinken kann.


Welche wäre es beim Menschen? Wahrscheinlich eine bequeme. Durch freie Arme und Hände kann es jede denkbare sein. Das spielt keine große Rolle. Allerdings ist die zurückgelehnt, angelehnt sitzende bzw. halbliegende Haltung der Mutter diejenige, in der die Reflexe des Babys ihre größte Entfaltungsmöglichkeit haben, wenn es bäuchlings und möglichst Haut-an-Haut auf ihr liegt.



Anschauungsmaterial:


http://www.stillen.de/stillen-ja-aber-richtig-2/


http://www.lalecheliga.de/download/LLL_Anlegepositionen.pdf